Hausmittel gegen Unkraut Es ist aus keinem Garten wegzudenken, wächst beängstigend schnell, vermehrt sich praktisch über Nacht und ist hartnäckiger als wir es uns für jede Kulturpflanze wünschen würden – das Unkraut. Da es grundsätzlich dort wächst, wo es nicht soll, hilft nur die gnadenlose Ausrottung, um den
Garten von dieser Plage zu befreien. Die effektivste Methode ist und bleibt das Auszupfen per Hand, bei der man im Idealfall die ganze Pflanze samt vollständigem Wurzelwerk mit einer genau bemessenen Drehung und einem wohldosierten Ruck aus dem Erdreich entfernt. Wer nicht gern auf den Knien herumrutscht und in mühevoller Kleinarbeit jeden Quadratzentimeter seines Gartens von den lästigen Unkräutern befreien möchte, muss dies langfristig und planvoll angehen.
Eine gute Gelegenheit zur Unkrautbeseitigung ist das Anlegen eines neuen Beets. Man gräbt die Fläche in möglichst kleinen Portionen um und sortiert die hierbei zutage geförderten Wurzelstücke der Unkräuter sorgfältig aus. Die Hacke sollte dabei nicht zum Einsatz kommen, da sie Wurzelteile von der Unkrautpflanze abtrennt, die sich rasch weiter vermehren und umso kräftiger austreiben und wachsen. Hilfreich ist es auch, die Erde mit einem robusten Mulchvlies zu bedecken, in dessen vorgefertigten oder selbst eingebrachten Öffnungen die Kulturpflanzen dann eingesetzt werden. Das Unkraut hat es dann sehr viel schwerer, das dichte Vlies zu durchdringen und stirbt meist vollständig ab.
Ebenfalls hilfreich gegen Unkraut ist eine dichte Bepflanzung, die es den ungebetenen Gewächsen schwer macht, sich einzunisten. Auch Bodendeckerpflanzen sind sehr gut geeignet, um Unkräutern keine Chance zu geben, sich auszubreiten. Eine dichte Schicht Rindenmulch um die frisch eingesetzten Pflanzen herum ersticken nachwachsendes Unkraut ebenfalls und halten als angenehmen Nebeneffekt das Erdreich länger feucht und locker.
Besonders hartnäckig und unangenehm macht sich Unkraut in den Ritzen von Plattenwegen aus. Hier hilft zwar der umstrittene Einsatz eines Abflammgeräts, doch werden dabei auch viele Nützlinge und Kleinlebewesen brutal vernichtet. Wesentlich sanfter, umweltverträglicher und nicht minder wirkungsvoll ist es, dem Unkraut mit Essig zu Leibe zu rücken. Ob man hierfür Essigreiniger oder Haushaltsessig verwendet, ist völlig gleichgültig. Mit einer Gießkanne in die Fugen gegossen, macht dieses Gebräu dem Unkraut rasch den Garaus. Ebenso effektiv ist die Verwendung einer starken Salzlösung. Haushaltssalz – einfache Sorten genügen vollauf – in heißem Wasser aufgelöst und in die Ritzen gegossen, belohnt schnell und andauernd mit dem Rückzug der Plagegeister. Vorsicht ist bei Plastikgießkannen geboten, denen das heiße Wasser womöglich schaden kann.
Wundermittel gegen
Unkraut gibt es nicht – zumindest keine umweltverträglichen. Doch gründliche Vorbereitung bei einem neuen Gartenbeet und regelmäßiges Entfernen von nachwachsenden Störenfrieden vermeiden stundenlange mühevolle Jätaktionen, die Knien, Rücken und Händen schmerzvoll in Erinnerung bleiben.